|
|
|
|
Noten für Teilnehmer der Chorwerkstatt zum
|
Download: |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Silvester-Tagung der
Evangelischen Akademie Tutzing
30. Dezember 2011 - 1. Januar 2012
Petrarca, Liszt und das Erzählen der Welt
Silvester im Schloss
Im Buch der Lieder, dem Canzoniere Francesco Petrarcas (1304-1374), findet Franz Liszt den Ton moderner Innerlichkeit, der ihn zu zahlreichen Komposi-tionen inspiriert - der Mythos Petrarca - eine Annäherung in Stationen ...
Referenten & Künstler:
Burkhard v. Puttkamer Bariton, künstler. Leiter „Zwischenakt“ Berlin,
Prof. Dr. Dr. Michael Rössner, Romanistische Philologie, Ludwig-Maximilian-Universität München
Prof. Dr. Birger Petersen Musiktheorie, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Hochschule für Musik
Katharine Hannah Weber - Sopran, Berlin,
Prof. Claudius Tanski - Klavier, Universität Mozarteum Salzburg,
Anna von Schrottenberg - Texte, Berlin
Tagungsleitung:
Akademiedirektor Udo Hahn
Information:
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2 + 4 - 82327 Tutzing
Telefon: 08158 2510 Telefax: 08158 996444
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
„Ein Ort meiner Natur gemäß …“
PETRARCA - Der italienische Dichter Francesco Petrarca (1304-1374) gilt nach den Worten des Schweizer Kulturhistorikers Jacob Burckhardt als einer der „frühesten vollständig modernen Menschen“. Der Canzoniere, eine Sammlung aus 366 Gedichten - meist Sonetten - weist seinen Autor als Meister der Liebeslyrik aus. Laura, die unsterbliche Figur der Geliebten, der Petrarca 1327 begegnet sein will, verkörpert nicht nur das Schönheitsideal der Renaissance, sondern repräsentiert ein lyrisches Sujet, das erstmals in der Literatur der Neuzeit die Auffächerung konkreter Gemütszustände ermöglichte - der Ton einer modernen Innerlichkeit.
|
|
|
LISZT - Franz Liszt (1811-1886) war von dem besonderen Ton der Lyrik Petrarcas derart fasziniert, dass er mehrere seiner Sonette vertonte, diese Lieder später dann für Klavier solo bearbeitete und sie in seine monumentale Sammlung „Années de Pèlerinage“ einfügte. Nicht von ungefähr fallen diese Kompositionen in die glücklichen Anfangsjahre seiner Liebe zur Gräfin Marie d´Agoult. Sie markieren nicht nur die verschiedenen Stationen der gemeinsamen „Flucht“ in die Schweiz und nach Italien, sondern wirken wie musikalische Keimzellen bis in das Liszt´sche Spätwerk hinein.
DAS ERZÄHLEN DER WELT - In der Malerei der Renaissance weitet sich der Blick mit der Gewinnung der Zentralperspektive erstmals in die Ferne. Auch Petrarca gewinnt eine neue „Tiefendimension“ in seiner Lyrik. Landschaften und Natur werden im Canzoniere zu Spiegeln innerer Gefühlswelten. Die Betrachtung des Außen schärft den inneren Blick. Wie gelingt dem Dichter diese für die Literatur der Neuzeit so entscheidende Neuerung? Welche Konsequenzen hat dies für die musikalische Transfor-mation der Sonette? Wie vollzieht sich bei Liszt das zarte Überblenden von Natur- und Gefühlswelten? Worin bestehen die musikalischen Neuerungen seiner Sonettvertonungen im Vergleich mit anderen Petrarca-Vertonungen aus Renaissance (Adrian Willaert)und Romantik (Franz Schubert)?
Fragen, die einer Annäherung in Stationen bedürfen: in Fachvorträgen, Konzertstationen, Lesungen, Diskussionen, mit szenischen Sequenzen in Park und am See, sowie einer freiwilligen Chorwerkstatt, in der die Tagungsteilnehmer eingeladen sind, sich musikalisch aktiv mit Petrarca und Liszt auseinanderzusetzen.
Wenn das letzte Licht des Jahres 2011verloschen ist, erstrahlen die festlich erleuchteten Salons des Schlosses drinnen erklingen dann heitere Lieder, und draußen schweigt ein nächtlicher See...
|
|
|
zum Seitenanfang |
|
|